Digitalisierung der Testaments­vollstreckung

Testamanagement® erleichtert die Nachlass­verwaltung

Eine Frau, die über die Schulter fotografiert wurde und auf einen Desktop-Screen schaut, auf dem das Dashboard von Testamanagement® zu sehen ist.

Was wäre, wenn ein digitales Produkt die Testaments­vollstreckung vereinfacht und zu effizienteren Ergebnissen führt, so dass die Arbeit der Nutzer:innen erleichtert wird?

Obwohl Nachlässe zunehmend digital geprägt sind, fehlt häufig der Überblick darüber, welche Konten, Verträge und digitalen Dienste einer verstorbenen Person tatsächlich existieren. Die Folge: aufwändige Recherche, unvollständige Informationen und ein hoher manueller Aufwand für Testaments­vollstrecker:innen. Dieser Herausforderung stellte sich ever&keep gemeinsam mit UXMA.
  • 5 Monate

    von der Idee bis zum marktfähigen MPV

  • wenige Sekunden

    für automatisches Erkennen von Vertragsbeziehungen und Konten

  • 100 %

    DSGVO- und DORA-konform

Obwohl Nachlässe zunehmend digital geprägt sind, fehlt häufig der Überblick darüber, welche Konten, Verträge und digitalen Dienste einer verstorbenen Person tatsächlich existieren. Die Folge: aufwändige Recherche, unvollständige Informationen und ein hoher manueller Aufwand für Testaments­vollstrecker:innen. Dieser Herausforderung stellte sich ever&keep gemeinsam mit UXMA.
  • 5 Monate

    von der Idee bis zum marktfähigen MPV

  • wenige Sekunden

    für automatisches Erkennen von Vertragsbeziehungen und Konten

  • 100 %

    DSGVO- und DORA-konform

Screens, die die Funktionsweise von Testamanagement© zeigen. Links ist ein Dashboard mit einer Kontenübersicht zu sehen. Rechts ist ein Screen mit einem beschreibenden Text und dem Titel: Die Infrastruktur für die Nachlassabwicklung.

What a match: Digitalisierung trifft auf Testamentsvollstreckung

Der Ausgangspunkt für dieses Projekt war eine grobe Produktidee von Mats Kähler, dem Mitgründer von ever&keep. Diese basierte auf Standard-KIs. Doch nach einer gemeinsamen Prüfung der ursprünglichen Konzeption entschieden UXMA und ever&keep, die Herangehensweise vollständig neu zu denken. Gemeinsam wurde ein neuer Lösungsansatz entwickelt, der auf verifizierbaren Datenquellen basiert: E-Mails und Kontoauszüge werden analysiert, um bestehende Vertrags­beziehungen, Konten und Zahlungsströme automatisiert zu erkennen.

Für UXMA bedeutete es nicht nur ein geteiltes unternehmerisches Risiko, sondern auch den Einstieg in ein weitgehend unbekanntes Fachgebiet: Testaments­vollstreckung, Erbrecht und regulatorische Anforderungen im Finanzsektor. Neben dem fachlichen Onboarding galt es, eine Architektur zu entwickeln, die den strengsten Datenschutz­anforderungen (DSGVO- und DORA-konform) entspricht, um auch für Banken als Partner in Frage zu kommen.

Zudem war das übergeordnete Ziel: In kürzester Zeit ein marktfähiges MVP zu liefern, um die Produktidee schnellstmöglich mit echten Pilotkund­:innen zu validieren.

Gruppenbild von den ever & keep Gründern Michael Arpe (links) und Mats Kähler (Mitte) und dem Geschäftsführer von UXMA Tim Baasch.
ever&keep Gründer Michael Arpe (links) und Mats Kähler (Mitte) im Gespräch mit UXMA-Geschäfsführer Tim Baasch

Von der Idee zum Prototypen

Am Anfang stand die Produktidee von ever&keep, die wir gemeinsam kritisch hinterfragten und neu aufsetzten. Anschließend folgte das Projekt einem iterativen Vorgehen mit klar definierten Meilen­steinen. Es wurden regelmäßig Gespräche mit Testamentsvollstrecker:innen geführt, um reale Arbeits­prozesse, Anforderungen und Heraus­forderungen frühzeitig zu verstehen.

Ein erster UI-Prototyp entstand bereits früh im Prozess und wurde direkt mit Testaments­vollstrecker:­innen getestet. Dies half dabei, das Konzept zu validieren, bevor größere Entwicklungs­arbeiten folgten. Dabei war die zentrale Fragestellung: Lassen sich Konten und Vertrags­beziehungen zuverlässig automatisiert erkennen?

Das Bild zeigt Mats Kähler, den Mitgründer von ever&keep, der die Idee zu Testamanagement© hatte.
Das Foto zeigt Michael Arpe (links) und Mats Kähler (rechts) im Gespräch zur Strategie für Testamanagement©.

Höchster Datenschutzstandard

Parallel dazu wurde eine Systemarchitektur entwickelt, die von Beginn an DSGVO- und DORA-konform ausgelegt war. Es wurde auf eine moderne Event-Sourcing-Architektur mit CQRS-Ansatz gesetzt. Jede Zustandsänderung wird dabei als unveränderbares Event gespeichert und bleibt dauerhaft nachvollziehbar.



Der Kern der technischen Lösung war ein eigens entwickelter, deterministischer Algorithmus zur automatischen Erkennung von Vertrags­beziehungen und Konto­informationen. Anders als bei generativen KI-Modellen liefert er reproduzierbare Ergebnisse und vermeidet Halluzinationen – ein entscheidender Faktor in einem hochregulierten Umfeld, in dem Nachvollziehbarkeit und Rechts­sicherheit oberste Priorität haben.

Mock-Up-Screen mit einem Hinweis auf die Risikominimierung, die Testamanagement© mit sich bringt.
Testamanagement® berücksichtigt die höchsten Datenschutzstandards

Das KI-Kapitel

Das Projekt markierte für UXMA einen neuen Grad der KI-gestützten Produkt­entwicklung. KI wurde nahezu entlang des gesamten Entwicklungs­prozesses eingesetzt. Sie unterstützte das Team bei Architektur­entscheidungen, Code-Qualität, Compliance-­Prüfungen und der technischen Umsetzung. Dadurch konnten Technologien eingesetzt werden, in denen zu Projektbeginn noch keine tief gehende Expertise vorhanden war. Die Kombination aus fachlichem Know-how der Teams und KI-gestützter Entwicklung ermöglichte es, die Umsetzungsgeschwindigkeit erheblich zu steigern und innerhalb des vorgegebenen Zeit- und Budgetrahmens ein marktfähiges Produkt in wenigen Monaten zu realisieren.

Ein marktfähigen MVP in fünf Monaten

Bereits nach einem Monat bestätigte der Proof of Concept, dass die Kernidee funktionierte und die Grundlage für die weitere Produktentwicklung bestand. In der finalen Phase wurden User Interface und Backend parallel entwickelt und zur Produktreife gebracht. Der Schwerpunkt vom UXMA-Team lag daraufhin auf der technischen Umsetzung so dass in nur fünf Monaten ein marktfähiges MVP entstand.

  • Mock-Up Screen zeigt die potenzielle Zielgruppe: Testamentsvollstrecker:innen, Nachlasspfleger:innen, Kanzleien und Banken.
  • Der Mock-Up Screen zeigt das Dashboard von Testamanagement® mit einer Übersicht wie ein angelegter Fall aussieht.
  • Mock-Up Screen, der das Ergebnis der Nutzung von Testamanagement® zeigt: Umfassende Nachlasslärung – auf Knopfdruck. Es ist eine tabellarische Auflistung zu sehen, die als digitale Fallakte bezeichnet ist und mit einem Rechenschaftsbericht als PDF abschließt.

Was wir gemeinsam erreicht haben

Mit Testamanagement® steht Testaments­vollstrecker:innen erstmals eine digitale Plattform zur Verfügung, die den aufwändigsten Teil ihrer Arbeit automatisiert: die vollständige Erfassung und Strukturierung eines Nachlasses. Der intelligente Algorithmus erkennt Vertrags­beziehungen und Konten in wenigen Sekunden, generiert prüffähige Dokumentation und unterstützt bei der Fristen­steuerung und standardisierten Kommunikation mit Banken, Behörden sowie Erb:innen.



Was bisher häufig einen gesamten Arbeitstag mit manueller Recherche in Anspruch nahm, lässt sich heute in wenigen Minuten automatisiert erledigen. Gleichzeitig profitieren Nutzer:innen von einer deutlich höheren Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Rechtssicherheit bei der Bearbeitung von Nachlässen. Das schafft Freiräume für die tatsächlich beratungs­intensiven Aspekte ihrer Arbeit und entlastet spürbar. Darüber hinaus ermöglicht die Plattform erstmals eine systematische Erfassung des digitalen Nachlasses – eines Bereichs, der bislang häufig unvollständig dokumentiert wurde.

Was kommt als Nächstes?

Durch die Kombination aus KI-gestützter Produkt­entwicklung, revisionssicherer Software­architektur und einem eigens entwickelten Erkennungs­algorithmus positioniert sich Testamanagement® als zentrale digitale Lösung in einem hochregulierten Markt, der bislang kaum digitalisiert ist.



Zurzeit wird Testamanagement® gemeinsam mit Pilotkund­:innen validiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Die bisherigen Rückmeldungen fallen durchweg positiv aus und bestätigen den hohen Nutzen der Automatisierung für die tägliche Arbeit von Testaments­vollstrecker:­innen. Im nächsten Schritt wird das Produkt mit dem Feedback aus dem Markt angepasst und finalisiert.

Büro-Setting mit einer Person im Anschnitt, die in den Händen einen Kugelschreiber hält, um Notizen auf einem UXMA-Block zu schreiben.

Mats Kähler Mitgründer von ever&keep

  • 5 Monate

    von der Idee bis zum marktfähigen MPV

  • wenige Sekunden

    für automatisches Erkennen von Vertragsbeziehungen und Konten

  • 100 %

    DSGVO- und DORA-konform

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