Industrial Design für Powertools

Design-Konzepte am Beispiel einer Hand­kreissäge

Powertool Konzept-Abbildung am Beispiel einer Handkreissäge

Wie sieht ein technisch umsetzbares Produktkonzept aus, das durch ikono­graphische Design­sprache, intuitive Usability und klare Marken­positionierung im Wettbewerbs­umfeld überzeugt?

Im Fokus des Projekts stand die konzeptionelle Gestaltung einer modernen Hand­kreissäge, die Markenwerte, performative Gestaltung und Nutzer:innen­erlebnis in einem ganzheitlichen Industrial-Design-Prozess vereint. Wir zeigen den Prozess hinter dem Design. Dabei handelt es sich nicht um ein marktreifes Produkt, sondern um ein internes Pilotprojekt, das veranschaulicht, wie unser Team ein fundiertes Designkonzept entwickelt – von der Analyse über die gestalterische Exploration bis zur Ausarbeitung eines visualisierten Produkt­konzepts.
  • 6

    Maschinenfunktionen im HMI definiert

  • 2

    Designkonzepte: Maschinen- und Interfacegestaltung

  • 1

    Designsprache in Maschine und Interface vereint

Im Fokus des Projekts stand die konzeptionelle Gestaltung einer modernen Hand­kreissäge, die Markenwerte, performative Gestaltung und Nutzer:innen­erlebnis in einem ganzheitlichen Industrial-Design-Prozess vereint. Wir zeigen den Prozess hinter dem Design. Dabei handelt es sich nicht um ein marktreifes Produkt, sondern um ein internes Pilotprojekt, das veranschaulicht, wie unser Team ein fundiertes Designkonzept entwickelt – von der Analyse über die gestalterische Exploration bis zur Ausarbeitung eines visualisierten Produkt­konzepts.
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    Maschinenfunktionen im HMI definiert

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    Designkonzepte: Maschinen- und Interfacegestaltung

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    Designsprache in Maschine und Interface vereint

Von der Designfrage zum Produktkonzept

Im Marktsegment für professionelle Elektrowerkzeuge wird der Wettbewerb zunehmend über Design und Markenstärke entschieden und nicht nur über technische Spezifikationen. Für das Gestaltungs­konzept mussten wir uns deshalb mit diversen Anforderungen auseinandersetzen.
Einerseits sollte das Konzept spezifische Markenwerte transportieren und sich nahtlos in das bestehende Portfolio des Marktes einfügen, ohne dabei beliebig zu wirken. Das Design musste aber auch Emotion wecken, Robustheit ausstrahlen und durch performative Linienführung sofort Kraft signalisieren. Darüber hinaus war die ikonografische Wiedererkennbarkeit ein zentrales Ziel unseres Design-Konzeptes. Die von uns designte Kreissäge sollte direkt auffallen und sich vom Wettbewerb abheben. Dabei durften Usability, Bauteilkonzept, physische Bedien­elemente, ein digitales HMI sowie die Integration von Zubehör und Zusatz­funktionen nicht vernachlässigt werden.

Skizzen der Design-Konzepte in verschiedenen Phasen der Entwicklung
Skizzen der Design-Konzepte in verschiedenen Phasen der Entwicklung

Ideen entwickeln, bewerten und schärfen

Der Prozess begann mit einer strukturierten Grundlagenphase: Projektbriefing, Anforderungs­aufnahme und eine gezielte Wettbewerbs­recherche legten das Fundament. Parallel dazu entstand ein Moodboard, das die Markenwerte visuell verdichtete und das neue Produkt im Kontext des bestehenden Portfolios auf dem Markt verortete. In einer anschließenden User-Journey-Phase wurde der Blick auf Innovation und Markt­positionierung geschärft. Dabei verfolgten wir das Ziel, nicht nur eine funktionale Maschine zu gestalten, sondern eine, die für ihre Zielgruppe eine echte emotionale und gestalterische Relevanz besitzt.

Zwei UXMA Mitarbeiter besprechen der Grobskizzen und wählen die passenden für die weitere Ausarbeitung aus.
Gemeinsames Besprechen und Auswahl der Grobskizzen für die weitere Ausarbeitung

Vom Entwurf zur konsistenten Formensprache

Die eigentliche Design­entwicklung folgte einem iterativen Prozess: Ideation und Brainstorming mündeten in Grobskizzen für das Gesamtkonzept. Aus einer großen Menge von Ideen wurden einzelne Aspekte ausgewählt und in vier ganzheitliche Konzeptansätze überführt. Die Gegenüberstellung dieser Ansätze war bewusst gewählt. Sie schaffte belastbare Entscheidungs­grundlagen und machte unterschiedliche gestalterische Intentionen und ihre jeweiligen Konsequenzen für Marke und Markt greifbar. Darauf basierend wurde anschließend einer der vier Konzeptansätze als finales Vorzugskonzept in Detail­skizzen ausgearbeitet und in seiner Formensprache, Linienf­ührung und Oberflächen­wirkung konsequent weiterentwickelt.

Übersicht der vier Vorzugskonzepte entsprechend der Powertool Ideation
Übersicht der vier Vorzugskonzepte

Technische Konzeption und HMI-Integration

Parallel zur gestalterischen Vertiefung entstand das HMI-Konzept, das die digitale Schnittstelle der Säge sowohl funktional als auch gestalterisch definiert – mit besonderem Fokus auf die intuitive Handhabung physischer Bedien­elemente und die kohärente Integration digitaler Anzeige- und Steuerflächen. Dieser Schritt ist entscheidend, weil professionelle Elektrowerkzeuge zunehmend über die Qualität ihrer Human-Machine-Interface Interaktion bewertet werden und nicht mehr allein über Leistungsdaten.

Deshalb befassten wir uns intensiv mit der Entwicklung eines HMIs, das aktuelle Designtrends und intuitive Nutzer:innenführung vereint. So macht das Interface unter anderem Features wie die Blatt­geschwindigkeit, den Akkustand, Schnitttiefe und -art sowie Fehlermeldungen durch eine mutige Darstellungsart visuell leicht erkennbar, ohne dabei an Dynamik zu verlieren. Für die Ästhetik wurde auf eine Kombination aus Glass Morphism, markanten Verläufen und klaren Grafiken gesetzt, die den Spirit des Produktes auch durch das HMI erlebbar machen.

Interface der Handkreissäge mit verschiedenen Funktionen
Interface mit verschiedenen Funktionen

Die Next-Level-Säge

Das Ergebnis des ersten Rollouts ist ein modernes Industrial-Design-Konzept einer Handkreissäge mit ikonografischer Formensprache, hoher Wiedererkennbarkeit und ausgeprägter Usability. Durch die Kombination aus performativer Gestaltung, klarer Marken­integration und intuitiver Nutzer:innenführung entstand ein Produktkonzept, das sich deutlich im Wettbewerbsumfeld positioniert und gleichzeitig technisch umsetzbar bleibt. Die entwickelte Designsprache schafft eine emotionale Verbindung zu den Nutzer:innen.

Ein UXMA Mitarbeiter sitzt an einem digitalen Zeichenboard und arbeitet daran das finalen Konzept des Powertools aus.
Zeichnerische Ausarbeitung des finalen Konzepts

What’s next?

Gutes Industrial Design entsteht dort, wo Markenidentität, Nutzer:innen­perspektive und technische Machbarkeit gemeinsam gedacht werden – von der ersten Skizze bis zum CAD-Modell. Dieses interne Projekt zeigt, wie ein interdisziplinärer Designprozess ein Produkt entstehen lässt, das im Regal auffällt, in der Hand überzeugt und auf dem Markt eine klare Haltung einnimmt.

Abbildung des Vorzugskonzept der Handkreissäge von der linken Seite.
Vorzugskonzept von der linken Seite

Christian Jacobs Senior Industrial Design Engineer

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    Maschinenfunktionen im HMI definiert

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    Designkonzepte: Maschinen- und Interfacegestaltung

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    Designsprache in Maschine und Interface vereint

Referenzen

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