Eine deutlich komplexere Thematik ist die Nutzung von Screenreadern, mit der sich die Interaktion mit dem Smartphone gänzlich verändert. Durch externe Audits und UX-Tests mit blinden User:innen konnten wir als nicht-blinde Designer:innen die Interaktionen und Anforderungen besser verstehen. In enger Zusammenarbeit mit den Softwareentwickler:innen erstellten wir erste Spezifikationen in Figma, die das angestrebte Screenreader-Verhalten beschreiben. Hierzu wurde für jedes Element eine Rolle (Typ des Elements, z.B. Button) und ein Label (z.B. der konkrete Button-Text) definiert. Auch die Reihenfolge, in der die Elemente vom Screenreader angesteuert werden, wurde für jeden Screen festgelegt. Da wir für iOS, Android und Web entwickeln und bestimmte Attribute auf den verschiedenen Plattformen teils unterschiedlich benannt werden, mussten auch diese Unterschiede in der Spezifikation abgebildet werden. Während ein Slider beispielsweise im Web auch so genannt wird, ist auf iOS „Adjustable“ die passende Rolle. Um den Dokumentationsaufwand möglichst gering zu halten, spezifizierten wir das Verhalten jeweils nur für iOS und definierten an anderer Stelle, wie dies für die anderen Plattformen zu übersetzen ist.