Synergie­effekte für die Plattform­familie

UXMA hat ein erfolgreiches Entwicklungsprojekt für die digitale Kollaborationsplattform CO.RIO mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel abgeschlossen und wir beleuchten die Frage, welche Synergieeffekte das Projekt für die Gestaltung weiterer digitaler Wissensplattformen hatte. Wir gehen darauf ein, ob durch diese Synergien Einsparpotenziale realisiert werden können und ob diese möglicherweise die Freiheit in der Gestaltung einschränken.

Das Bild zeigt die verschiedenen Plattformen in einer übereinander gelegten Ansicht. Es handelt sich um DigitalHub.SH, CO.RIO und SMASH.
Gestaltungsbausteine der CO.RIO Plattform werden nutzbar für diese weiteren Projekte

Gestalterische Grundlage

Mit der CO.RIO Plattform für die CAU hat UXMA eine Bildungsplattform geschaffen, die Lehrende, Studierende und Praxispartner:innen näher zusammenbringt und einfacher vernetzt. Mit Hilfe des Co-Creation-Prozesses konnten wir die Bedürfnisse der Nutzenden direkt ins User Interface einarbeiten. Das Ergebnis ist eine auf den Hochschulalltag abgestimmte Plattform, die durch übersichtliche atomare Formelemente, eine klar strukturierte Landingpage mit Navigationsleiste und einem leicht bedienbaren Login-Bereich überzeugt.

Im Zuge des nutzer:innenzentrierten Prozesses zur Entstehung der CO.RIO Plattform, haben wir eine weitreichende Atomic Design Library angelegt, die eine zentrale Referenz für ähnliche Wissens- und Bildungsplattformen darstellt. Mit der gestalterischen Grundlage und unseren Erfahrungen aus dem Projekt nutzen wir Einsparungspotenziale im Aufbau neuer Digitalplattformen für den pädagogischen Bereich. Wir haben hierdurch mehr Raum und Zeit für Kreativität in der individuellen Ausgestaltung und das Eingehen auf Plattform-individuelle Bedürfnisse der Nutzenden.
Die folgenden zwei Projekte zeigen konkret, wie wir die Synergieeffekte erfolgreich nutzen konnten und welche Herausforderungen die Gestaltung der individuellen Plattformen mit sich bringen.

Übersichts-Screens der Plattformen CO.RIO, (SMA)SCH und DigitalHub.SH

Vernetzte digitale Schulentwicklung

Im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes Smarte Schulen (SMASCH) wird ein digitaler Raum für den Austausch zwischen Schulen unterschiedlicher nationaler Systeme oder kultureller Kontexte geschaffen. Das Projekt begreift schulische Projektarbeit mit anderssprachigen Partnerschulen als Chance und soll die Schulentwicklung in der digitalen Welt fördern.

Die vorhandenen CO.RIO Designelemente konnten genutzt und weiterentwickelt werden und sind die Bausteine der neuen Plattform. Es gab aber andere funktionale Anforderungen als im CO.RIO Projekt mit hohem Fokus auf Mehrsprachigkeit und Datenschutz minderjähriger Schüler:innen. In der Umsetzung musste deshalb ein unabhängiges System entwickelt werden, um die Anforderungen einer Schulplattform zu erfüllen. Wir haben im SMASCH Projekt von der Design Komponenten Library profitiert und konnten die Erfahrungen aus dem CO.RIO UX Research einfließen lassen.

Das Bild zeigt das Interface von der Plattform SMASH auf dem Laptop eines Kindes. Das Kind arbeitet mit der Plattform.
Die Digitalplattform des SMASCH Projekts enthält Designbausteine von CO.RIO.

Offene Innovation im DigitalHub.SH

In einer Kooperation von Land, Kommunen und Wirtschaft bildet der DigitalHub.SH ein Netzwerk, welches Bedarfe des öffentlichen Sektors und Innovationen aus der Digitalwirtschaft zusammenbringt. Unser Team entwickelt die Digitalplattform mit komplexem Matching-Algorithmus für zueinander passende Projektpartner:innen.

Als Grundlage konnten wir während des Wirfeframings die CO:RIO Design Library nutzen. Auf Grund der erhöhten Komplexität für Nutzende und der abweichenden Anforderungen durch ein gegebenes UX-Designsystem gab es aber in diesem Projekt keine starken Synergieeffekte. Die Entwicklung der Matching-Logik mit einer menschzentrierten Oberfläche für Open-Source zeigen wir zeitnah in unserem Case.

Ein Smartphone auf dem die Startseite des Matchings-Portals aufgerufen ist. Ralf Hertzog wird begrüßt, darunter stehen seine Themen und Projekte, die zu seinen Bedarfen passen.

Erfahrung und UX-Research statt fester Library

Unser Fazit: Ja, es gibt Synergieeffekte vom umfassenden CO.RIO Projekt für weitere digitale Wissensplattformen, aber bei der Nutzung der Design Library für andere Kund:innen und andere Kontexte kommt man schnell an Grenzen.


Unsere Projektteams konnten auf Library Elemente zurückgreifen und schnell zu ersten Entwürfen und Prototypen gelangen, welche als Entscheidungsgrundlage im Stakeholdermanagement eine wichtige Rolle spielen. Die Bedürfnisse der Nutzenden und die nötigen Funktionalitäten weichen aber meist so stark ab, dass im weiteren Prozess nur geringe Synergieeffekte mit Hilfe einer Library geschaffen werden können.


Was jedoch ein merklich positiver Effekt auf die Gestaltung in allen genannten Projekten ist, ist der Erfahrungsaufbau und Kenntnisstand unseres Teams im thematischen Umfeld und dem methodischen Umgang mit den Nutzer:innengruppen. Hier profitieren wir sowohl in der Qualität der Ergebnisse als auch im Entwicklungsaufwand.

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